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SAMMLUNGEN |
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Die Stuckgewölbe des Erdgeschosses zählen zu den bemerkenswertesten in
Norddeutschland. Jeder Raum verfügt über eine individuelle Gestaltung,
am aufwendigsten sind die beiden Hofstuben ausgeschmückt. Die Ornamentik
verweist auf niederländische und italienische Vorbilder und trägt damit
dem übernationalen Anspruch der Residenz Herzog Ulrichs Rechnung. Kunst des Mittelalters
Die Mittelaltersammlung besticht nicht nur durch einzelne hervorragende
Kunstwerke, sondern auch durch ihre regionale Geschlossenheit. Sie
vereint Ausstattungsstücke aus Kirchen des einstigen Großherzogtums
Mecklenburg-Schwerin: Altäre, Skulpturen, Glasfenster, Mobiliar,
Altargerät und liturgische Textilien. Kunst der RenaissanceDeutsche, niederländische und italienische Gemälde und Plastiken zeigen, wie die sakrale Thematik des Mittelalters von der Darstellung des Menschen und der ihn umgebenden Welt abgelöst wird. Kunstkammerstücke - z. B. Tierpokale und Kabinettschränke mit Edelsteineinlagen - verbinden künstlerisches und naturwissenschaftliches Interesse fürstlicher Sammler. Majoliken und Münzen
Die Majolikasammlung des Staatlichen Museums Schwerin veranschaulicht
die technische, farbliche und motivische Entwicklung der besonders für
die italienische Renaissance so typischen Keramik. Waffen
Prachtvolle und technisch ausgeklügelte Jagdwaffen kamen bei den Jagden
des herzoglichen Hofes zum Einsatz und dienten zugleich höfischer
Repräsentation. Die ausgewählten Spitzenstücke der reichhaltigen
herzoglichen Waffensammlung stehen stellvertretend für den stilistischen
Wandel des Dekors und die handwerklich-technologische Erfindungsgabe der
zu ihrer Zeit hochgeschätzten Büchsenmacher. Antike
Zu den herausragenden Sammlungen des Schweriner Großherzogs zählt die
überwiegend in Rom erworbene Antikenkollektion, die vor allem über
griechische schwarz- und rotfigurige Keramik verfügt, darunter der
berühmte Skyphos des Malers Pistoxeno. Der Bestand illustriert beispielhaft die technische und künstlerische Entwicklung der Glasherstellung von der Antike bis zur jüngsten Vergangenheit, von ägyptischen Balsamarien bis zur Glasplastik von renommierten DDR-Künstlern. Einen Höhepunkt der Sammlung bilden die lothringischen und österreichischen Jugendstilvasen von bestechendem ästhetischen und technischem Raffinement. Zeitgenössische Kunst
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"Güstrower Räume"
Besteckdesign der Firma C. Hugo Pott Das Staatliche
Museum Schwerin zeigt auf Schloss Güstrow erstmalig seinen Bestand an
modernen Bestecken, die durch eine Schenkung der Solinger Firma C. Hugo Pott
in das Haus gekommen sind. Der Zuwachs von 16 mehrteiligen Bestecken und
einem Rahmservice stellt eine willkommene Bereicherung der im Aufbau
begriffenen Design-Sammlung dar. Carl Pott (1906-1985), hochrangiger
Designer und Besteckhersteller, dessen Name eng mit der Geschichte des
Designs im 20. Jahrhunderts verbunden ist, entwarf den größten Teil seiner
Bestecke und Tischaccessoires selbst. Sie gehören zu den Klassikern der
Moderne und führen die Traditionen des Deutschen Werkbundes und des
Bauhauses bis in die Gegenwart fort. Seit den vierziger Jahren beauftragte
Pott Künstler und Designer wie Wilhelm Wagenfeld, Hermann Gretsch, Paul
Voss, Hans Schwippert oder Josef Hoffmann und bereicherte seine
Produktpalette um Bestecke unterschiedlichster künstlerischer Ausprägung.
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